Nur ungewöhnliche Wege führen zu ungewöhnlichem Ziel!

Ethische Gesetze?

Fakten zu schaffen war für iREM nur im Rahmen sog. „individueller Heilversuche“ möglich, wobei diese juristische Freiheit nunmehr erschöpft ist.

In der Europäischen Union machen juristische Regulierungen medizinische Forschung – und somit insbesondere die Krebsforschung – zu einem Privileg für autorisierte Zirkel (Advanced Therapy Medicinal Products[ATMP], Arzneimittelgesetz[AMG] etc.). Diese Monopolisierung schließt auch ethische Bewertungen ein: Da unkonventionelle Forschungsansätze nicht regelkonform sind, werden sie gerne als „unwissenschaftlich und unethisch“ deklariert, ja sogar kriminalisiert – selbst wenn positive Ergebnisse nicht von der Hand zu weisen sind.

Abgesehen von diesen Beschränkungen verweigern die Patentgesetze einer medizinischen Behandlung leider die Anerkennung  als geistiges Eigentum. Dies bedeutet, dass für  Verfahren wie iREM keine Möglichkeit des Rechtsschutzes besteht (siehe z. B. Deutsches Patentrecht, Abschnitt 2).

Leiden bzw. Gesundheit sollten keine Handelsware sein!

Obwohl ich der Meinung bin, dass die maßlose Kommerzialisierung der Behandlung gesundheitlicher Leiden eine Form von Menschenrechtsverletzung darstellt, kann ich mich folgender Überlegungen nicht erwehren: Dank willfähriger Politik und exzessivem Kapitalismus lässt sich geistiges Eigentum in jedweder Form schützen (z. B. Bilder, Musik, Designs, Logos, Software usw.). Das ist an sich nicht verwerflich, stecken dahinter doch (geistige, physische, finanzielle, zeitliche) Anstrengung, Leistung, Engagement. Einzig auf dem Gebiet der medizinischen Forschung steht ein Arzt oder Wissenschaftler schutzlos da – seine Erkenntnisse werden als nicht patentierbar gewertet. Als Rechtfertigung wird die ethisch-moralische Verpflichtung des Arztes gegenüber der Menschheit vorgeschoben. Allerdings gilt eine solche Bindung nicht für die Pharmaindustrie: Unter dem Deckmantel „Forschungs- und Investitionsaufwand“ ist Profitgier hier an der Tagesordnung – oder wie ist es sonst zu nennen, wenn z. B. der Verkauf einer einzigen Behandlungsdosis bis zu 2 Millionen Dollar moralisch vertretbar sein soll? Ich nenne das verwerflich. Doch wenn dieser Maßstab gilt, dann Gleichberechtigung für alle – auch iREM muss als geistiges Eigentum anerkannt werden!

Allgemein wird angenommen, eine individuelle Krebsbehandlung wie iREM sei weder massentauglich noch wirtschaftlich interessant. Das ist jedoch ein fataler Irrtum, braucht es zur Verwirklichung doch nur guten Willen und planvolle Organisation.
Massentauglich: Mit der notwendigen, für einen Staat/die Staatengemeinschaft relativ unproblematisch aufzubauenden Infrastruktur kann die iREM-Behandlung sogar in entlegensten Regionen verwirklicht werden – und dies, ohne die Umwelt im geringsten zu belasten.
Wirtschaftlich interessant: Bei weltweit immens hoher Zahl an Betroffenen (viele Millionen!) können Industrie und Wirtschaft vom Boom im Bereich Laborausrüstung und Verbrauchsmaterialien profitieren. Durch Personalbedarf (Ärzte, Biologen, Laborassistenten, technisches Wartungspersonal etc.) würden weltweit Millionen neuer Arbeitsplätze geschaffen. Darüber hinaus sollte man immer gewisse Patentoptionen im Auge behalten, die in den Prozessschritten der iREM-Behandlung versteckt sein können (!).
Meine Anregung: Wie oben erwähnt, ist die Eintreibung von „Schutzgeld“ juristisch weltweit perfekt organisiert. Legitim wäre doch nur, wenn für die Umsetzung  medizinischer Verfahren wie iREM eine analoge Grundlage geschaffen würde, sodass die geistige Leistung von Forschern im Allgemeinen anerkannt wird. Dies ist eine Frage des Prinzips.

Seitdem der amerikanische Präsident Nixon 1971 den „Krieg gegen den Krebs“ ausgerufen hat, hat die Weltgemeinschaft zig Milliarden Dollar ausgegeben, um den Kampf gegen den Krebs „zu gewinnen“ – mit fraglichem Erfolg. Lediglich die Kosten von Behandlungsbeginn bis zum Ableben von Krebspatienten haben sich seitdem von vierstelligen Dollarbeträgen auf sechsstellige erhöht. Nach wie vor sind Nationen bereit, weitere Milliarden auszugeben, wobei letztendlich nur ein geringer Prozentsatz an Betroffenen gerettet wird. Sind offizielle Stellen gleichgültig gegenüber dem Leiden von an Krebs erkrankten Menschen, wenn sie mit sturer Beamtenmentalität diesen Patienten die Chance, die iREM bietet, vorenthalten?

Zu befürchten ist, dass aufgrund der o. g. strengen Richtlinien  Forscher weltweit aller Wahrscheinlichkeit nach auch in Zukunft keine durchschlagenden Fortschritte erzielen werden. Wollte man alle Regeln Schritt für Schritt befolgen, würde die Realisierung einer Idee wie die iREM-Krebsbehandlung Jahrzehnte und Abermillionen von Geldern in Anspruch nehmen. Daher sind unabhängige, kreativere Forschungsstrategien zur Krebsbekämpfung dringend erforderlich.